20 Jahre Modellbahnclub Kirchberg

Im Jahre 1993 trafen sich erstmals 4 Modellbahner in Kirchberg und überlegten, wie man das gemeinsame Hobby am besten zusammen betreiben und organisieren kann. Dazu trafen sie sich in den Wohnungen und fingen an zu planen. Schnell wurde klar, dass dazu auch ein geeigneter Raum benötigt wird. Der offizielle Start fand im September 1993 statt, indem ein „Beitragsbuch“ begonnen wurde. Nun hatte der Modellbahnclub seine „erste offizielle Erwähnung“, wie man so schön sagt. Schnell wurden weiter Pläne und erste Zeichnungen für eine gemeinsame Anlage gemacht, ein passender Raum stand noch immer nicht zur Verfügung. Da kam die Idee gerade recht, zum Adventssingen im Dezember 1993 im Kirchberger Rathaus eine Eisenbahn aufzubauen. Durch die Unterstützung vom Kultur- amt Kirchberg konnte das auch realisiert werden. Nun fanden sich auch schnell neue Modellbahner, die ebenfalls gemeinsam basteln wollten.

Im Jahre 1994 wurden die Pläne einer Gemeinschaftsanlage konkreter; neue Mitglieder – neue Möglichkeiten. Erst wurde ein Raum gefunden – ein Nebenraum im Hause der Firma Elegance GmbH  in der Bahnhofstrasse. Dann konnte ein Anlagen-Unterbau organisiert werden. Der Aufbau der ersten Gemeinschaftsanlage ging schnell voran, da natürlich auch gut an Baumaterial heranzukommen war. Schließlich war Frank Windisch unter den ersten Modellbahnern. Er ist bis heute den Modellbahnern und in seinem Geschäft dem Angebot an Modellbahn-Artikeln treu geblieben, nur die Geschäftszeiten sind weniger geworden.

Im Mai 1994 waren es schon 8 aktive Modellbahner, die an der Anlage werkelten. Von nun an wurde immer mittwochs ab 19:00 Uhr gebastelt und getratscht (schließlich war der Frisör nebenan).

In den Jahren 1994 und 1995 wurde die erste Anlage gebaut und auch gleich mit dem Bau einer „Modulanlage“ begonnen. Das sollten natürlich auch die Kirchberger sehen. So bekamen wir die Möglichkeit, im Dezember 1995 im Vereinszimmer des Hotel „Am Brühl“ unsere erste Ausstellung zu machen. Die ersten Werbeplakate für die Ausstellung wurden gedruckt und in der Stadt verteilt, die Anlagen wurden zu Fuß in den Gasthof getragen und aufgebaut. Damit war der erste öffentliche Auftritt in Kirchberg geschehen. Da wir aber kein eigenständiger Verein waren, traten alle Modellbahner ( damals schon 8 Mitglieder) im Dezember 1995 in den Erzgebirgischen Heimatverein Kirchberg ein.

Im Jahre 1996 wurde dann eine zweite Anlage gestaltet und zusätzlich mit dem Bau einer Modulanlage begonnen. Diese konnten dann im Dezember 1996 auch wieder im Hotel „Am Brühl“ zur 2. Ausstellung gezeigt werden. Diesmal wurden zur Bedienung der Anlagen und zur Bewältigung des Besucheransturmes auch die Frauen der Modellbahner „mitbeschäftigt“.

Nun kam das Jahr 1997, welches für uns viel mit Veränderungen und Reisen verbunden war. Im April beteiligten wir uns auf Bitten der Stadt Wilkau-Haßlau an einer „Hobbyausstellung“ im dortigen Rathaus und konnten einen Teil unserer neuen Modulanlage präsentieren. Im Mai hatten wir unsere erste gemeinsame Männertags-Wanderung. Von Mai bis Juli konnten wir dann im Meisterhaus Kirchberg unsere neuen Räume umbauen und am 08. Juli 1997 fand der Umzug statt. Dabei stellte uns die Firma „Erwin Kiesel und Sohn“ erst Farben und Tapete und dann einen Transporter zur Verfügung. Da die Räume bis Dezember noch nicht fertig wurden, aber der Schafwollhandel in Hartmannsdorf eröffnet werden sollte, wurde durch Erwin Kiesel damals kurzerhand die Ausstellung dort organisiert. Da kam auch zum ersten Mal die neue Modulanlage mit bis dahin 6 Elementen zum Aufbau.

Das Jahr 1998 gehörte ganz dem Ausbau der Räume im Erdgeschoß des Meisterhauses, in denen dann im Dezember die Ausstellung zum 1. Adventswochenende stattfinden konnte. Seit dem haben wir diesen Termin festgehalten, um den Kirchberger Weihnachtsmarkt mit einer Modellbahnausstellung zu bereichern.

1999 gab es im Mai eine weitere Auflage der Männertags-Wanderung und im Juni unternahmen wir eine Ausfahrt zur Preßnitztalbahn nach Jöhstadt. Unsere Ausstellung fand wieder am 1. Adventswochenende statt.

Im Jahre 2000 beteiligten wir uns an einem „Diorama-Wettbewerb“ der Firma Auhagen, welchen diese anlässlich ihres 115. Firmen- jubiläum ausgeschrieben hatte. Dazu gestalteten insgesamt 76 Modellbahner und Vereine aus einem vorgegebenen Bausatz ein Diorama. Von diesen 76 Dioramen wurden 69 der „Besucherjury“ zum Tag der offenen Tür bei Auhagen vorgestellt. Unser „Ausflug zur Jägerstube“ erreichte dabei den 3. Platz. Wir konnten uns dafür Modellbahn-Zubehör im Wert von 300 DM aussuchen und die Firma Auhagen reiste mit unserem Diorama im Jahr 2000 und 2001 zu allen Modellbahn-Messen in Deutschland. Für die Ausstellung im Meisterhaus hatten wir neben den Werbeplakaten noch eine neue Möglichkeit zur Werbung gefunden. Mit der Firma Frank Riedel in Cunersdorf haben wir ein Werbeplakat gestaltet, welches seitdem immer eine Woche vor der Ausstellung am Meisterhaus angebracht und mit Scheinwerfer angestrahlt wird.

Von nun an gab es jährlich eine Männertags-Wanderung, eventuell noch eine gemeinsame Ausfahrt und natürlich die Ausstellung im Dezember.

Im Jahre 2003 wurde in unseren Ausstellungsräumen ein Beitrag zur Sendung „Auf kleiner Spur“ gedreht. Dazu kam ein Filmteam des MDR mit Moderator Robby Mörre  zu uns ins Meisterhaus. Es wurde ein ganzer Tag (neun Stunden) gedreht, wobei der Beitrag dann im Fernsehen 8 Minuten lang gewesen ist.

Das Jahr 2004 gehörte wieder dem Umbau neuer Ausstellungsräume, diesmal im 1. OG des Meisterhauses. Dazu konnten wir aus zwei Wohnungen die jetzigen Räume gestalten. Der Umzug „nach Oben“ erfolgte dann im gleichen Jahr und nach einer Eröffnungsfeier im November konnte die Ausstellung wie geplant durchgeführt werden.

Dann kam das Jahr 2005, als wir die Möglichkeit erhielten, von der Deutschen Bahn ein richtiges Signal zu bekommen. Diese wurde nach Gleisbauarbeiten im Bahnhof Zwickau nicht mehr benötigt und wir durften dieses im April im Bahnhofsgelände abholen. Dazu wurde das Signal in zwei Teile geschnitten und per LKW der Spedition Karl Riedel (Culitzsch) nach Kirchberg gebracht. In der Wiese vor dem Meisterhaus haben wir dieses dann um 2 Meter (in der Mitte) gekürzt, wieder zusammen- gesetzt  und am 17. Juni 2006 direkt vor dem Meisterhaus aufgestellt. Dazu hat sich Mike Robeck um alle Formalitäten zum Abtransport aus Zwickau bis hin zu sämtlichen Bauanträgen für die Errichtung gekümmert. Somit konnte nach 34 Jahren wieder ein Formsignal in Kirchberg stehen. Dieses wurde dann noch mit dem Antrieb und Beleuchtung versehen und wird jeden Mittwoch zum Bastel-Treff und im Dezember zu den Ausstellungen auf „Fahrt“ gestellt.

2012 zur 800-Jahr-Feier der Stadt Kirchberg durften wir Modellbahner dann auf dem größten Tieflader mitfahren, der Festumzug dabei war. Der LKW sollte ursprünglich eine Dampflok laden, welche vor mehr als 30 Jahren noch selbst durch Kirchberg fahren konnte. Leider wurde das wenige Tage vor dem Festumzug abgesagt. Durch Herrn Christian Otto wurde dann kurzfristig organisiert, dass statt der Dampflok ein offener Personenwagen geladen werden konnte. Darauf war es natürlich auch ein super Erlebnis für uns, an den vielen Menschen vorbei durch Kirchberg zu fahren.

Also, wer nun Lust hat, unsere Ausstellung zu besuchen – wir haben jedes Jahr zum ersten Adventswochenende geöffnet, Ausstellungsort ist in Kirchberg das Meisterhaus. Wer mit uns Basteln möchte kann uns Mittwochs ab 19:00 Uhr im Meisterhaus besuchen und dann nach ein paar „Schnupperstunden“ entscheiden, ob man die gleichen Interessen hat und langfristig mitmachen möchte.

Nun noch Eines; seit 2011 werden wir zu unseren jährlichen Männertags-Ausfahrten, die seit dem mit einem Kleinbus durchgeführt werden, von Freunden der Modellbahn und von Harald Kahler aus Cunersdorf begleitet. Letzterer kann so gut auf dem Akkordeon spielen, dass wir Modellbahner auch noch ein neues Hobby gefunden haben – das Singen.